DIE BAUSTEINE DES BiV

Diskriminierungs-
reflektierende
Sexualpädagogik
Unsere rahmende Profession.

Sexuelle, romantische und geschlechtliche Vielfalt zu thematisieren, findet in einem gesellschaftlichen Diskurs statt, dieser Vielfalt ablehnend begegnet.
Das Bildungsinstitut will deshalb sexualpädagogisch aufklären, aber auch Ungleichheiten reflektieren und hinterfragen – in der Lehre, in den Klassen aber auch darüber hinaus.
Wir sind also an einer Schnittstelle – der diskriminierungsreflektierten Sexualpädagogik.
Sexuelle,
romantische und
geschlechtliche
Vielfalt
Unsere Themen.
Die Themen der Fortbildungen und des Bildungsmaterials des Bildungsinstituts drehen sich rund um sexuelle, romantische und geschlechtliche Vielfalt.
Geschlechtliche Vielfalt meint die Anerkennung und Thematisierung diverser Genderidentitäten.
Meine sexuelle und romantische Orientierung sagt über mich aus, Menschen welchen Geschlechts oder welche Geschlechter ich sexuell und/oder romantisch anziehend finde (vgl. Spahn 2018). Gesamtgesellschaftlich wird die romantische und sexuelle Orientierung meistens nur unter Zweiter zusammengefasst. Viele asexuellen Personen fordern allerdings, diese beiden Bereiche zu differenzieren, um Sexualität von Romantik zu entkoppeln. So werden weitere Lebensrealitäten sichtbar.
Kopf,
Herz 
und Hand
Unsere Didaktik.



Die Fortbildungen und Materialien des Bildungsinstituts fußen auf einem didaktischen Triangel.
Auf der kognitiven Ebene (Kopf) steht der Wissenserwerb im Fokus, Lernen durch Erfahrungen und Sensibilisierung findet auf der reflexiven Ebene (Herz) statt und Kompetenzerwerb für diskriminierungsreflektiertes Tun wird auf der Handlungsebene (Hand) angeboten. Unsere Bildungsangebote verbinden diese Ebenen, um ganzheitliches Lernen zu ermöglichen.
Informationsvermittlung,
Sensibilisierung
und Empowerment
Unsere Ziele.

Informationsvermittlung
Begriffe und Narrative haben das Potenzial Differenzlinien zu verstärken und Schubladen erst recht zu etablieren.
Oftmals herrscht große Unsicherheit im Gebrauch und im Umgang mit diversitätssensibler Pädagogik.
Um Diskriminierungsmechanismen zu verstehen, braucht es Fachwissen. Dieses reicht von Normierungskritik und Intersektionalitätsverständnis, hin zu spezifischen Informationen über Körper und Begehren. Unsere Ansätze basieren auf interdisziplinären, wissenschaftlich etablierten Theorien. Wir wollen Informationen für alle pädagogischen Fachkräfte zugänglich aufbereiten, um so Handlungsfähigkeit und Selbstsicherheit im Umgang mit diskriminierungssensiblen Thematiken zu gewährleisten.

Sensibilisierung
Queere Jugendliche sitzen statistisch gesehen in jeder Lerngruppe, sind hier aber selten sichtbar, was oftmals auf ein diskriminierendes Klima zurückzuführen ist.
Laut der Politologin Katarina Debus sind alle Menschen für Diskriminierungsabbau verantwortlich. Nicht einzelne, sondern wir alle sollten daher sensibilisierende Lernangebote bekommen.
Diskriminierungsreflektierte Sensibilisierung kann zu einem Auseinandersetzen mit eigenen Privilegien und Abbau von (unwissentlicher) Diskriminierung führen.
Empowerment
meint so viel wie Selbstermächtigung und wurde als sozial-pädagogisches Tool durch die Schwarze Bürger:innen- und Frauenbewegung in den USA etabliert. Zentrale Elemente des Empowerments sind kollektive Prozesse „der Selbststärkung, als Befreiung von Fremdbestimmung und Zwängen“ (Klemm. 2018).
Was heißt das?
Empowerment ist eine Haltung, nichts was man erlernen kann. Und trotzdem bieten strukturelle Rahmung, Sichtbarmachung, Vernetzung und individuelle Begleitung wie kleine Zahnräder die Möglichkeit eine größere Maschinerie anzukurbeln. Das Bildungsinstitut berücksichtig Selbstwirksamkeit für marginalisierte Menschen in Theorie und Praxis.

Spahn & Wedl

Schule lehrt|lernt Vielfalt

Dalia-Studie

So queer ist Deutschland wirklich

Debus & Laumann

Pädagogik geschlechtlicher, amouröser und sexueller Vielfalt - Zwischen Sensibilisierung und Empowerment

Debus & Laumann

Glossar zu Begriffen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

Klemm

Empowerment von queeren Jugendlichen in heterogenen Lerngruppen.
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