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Halloween – Aber bitte mit Respekt!

Halloween – Aber bitte mit Respekt!

Freitag, Oktober 31, 2025

Halloween darf Spaß machen – aber nicht auf Kosten anderer. Halloween lädt dazu ein, gesellschaftliche Regeln zu brechen – und das kann befreiend sein! Vor allem dann, wenn dadurch Machtverhältnisse hinterfragt oder Normen spielerisch aufgebrochen werden. Was aber nicht passieren sollte: Dass Menschen oder Identitäten zu Kostümen gemacht und minderwertig dargestellt werden. Hier kommen ein paar Dos & Don’ts für ein respektvolles und vielfältiges Halloween!

Absolutes Do sind für uns lustige, kreative Ideen, die niemanden bloßstellen oder eine Identität nachahmen. Wir empfehlen alles Übernatürliche, wie Gespenster, Feen oder Aliens – you name it!
Fragen Sie sich doch einfach mal, wovor Sie alltäglich so Angst haben. Wie wärs zum Beispiel mit einer Verkleidung als Klimawandel oder Steuererklärung? Uns schlottern beim Gedanken schon die Knie!
Auch unbedenklich: Tiere, Obst und Gemüse. Wie wäre es mit einer matschigen Banane oder einer weinenden Zwiebel? Das kommt immer gut an!

Don'ts sind für uns alle Kostüme, die diskriminieren.
Hier einige Beispiele:

Bitte keine Kostüme, die auf sexistischen oder objektivizierenden Geschlechterstereotypen beruhen, wie zum Beispiel die „sexy Krankenschwester“, die „Femme fatale“, die „dumme Blondine“ oder Ähnliche. Dabei handelt es sich um überzeichnete und unrealistische Darstellungen von Frauen, die auf stereotype und abwertende Geschlechterrollen reduzieren.

Absolutes No Go sind für uns Kostüme, die Kulturen, Ethnien oder Religionen als Verkleidung benutzen, wie zum Beispiel Karikaturen von Native Americans („Pocahontas“, „Geisha“, „Sombrero & Poncho“, „Scheich“, „afrikanischer Krieger“ usw.). Auch Blackfacing/Brownfacing oder das Tragen religiöser Symbole (z. B. Kopftuch, Turban) als Accessoire macht aus realen Identitäten Karikaturen, was verletzend und rassistisch ist.

Auch Kostüme, die sich über Körperformen, Krankheiten oder Behinderungen lustig machen, sind für uns zu out. Dazu gehören „Fatsuit”-Kostüme, wie „Sumoringer” oder „dicke*r Tourist*in”. Aber auch „Psychiatriepatient*in” in Zwangsjacken oder der hinkende Zombie mit Behinderung beruhen auf ableistischen Narrativen, also bitte nicht! Oft wird nicht mitgedacht, dass glatzköpfige*r Hexe/Bösewicht (wie „Lord Voldemort” oder die Hexen aus „Hexen hexen”) Menschen degradiert, die aus diversen Gründen eine Glatze tragen. Alle diese Beispiele verhöhnen reale Erfahrungen und reproduzieren diskriminierende Bilder von Körpern, Gesundheit und Behinderung.

Happy Halloween!

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