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Inklusiv Lehren und Lernen

Inklusiv Lehren und Lernen

Dienstag, Februar 4, 2025 Inklusive Lehre Leitmotiv Barrieren abbauen

Gemeinsame Teilhabe aller Lernenden - ein hoch gestecktes Ziel. Hier erfahren Sie mehr über unsere Ansätze, dieses Leitmotiv umzusetzen.

Das Ziel von inklusiver Bildung ist die gemeinsam Teilhabe aller Lernenden an Bildung und Erziehung mit ihren individuellen Zugängen und Voraussetzungen. Kern der Praxis ist es, den Lernraum auf struktureller und inhaltlicher Ebene zu analysieren. Auf dieser Grundlage kann er nach den Bedürfnissen der Lernenden ausgerichtet werden, statt von einzelnen Personen eine Anpassungsleistung an implizite Normen einzufordern

Weites Inklusionsverständnis

Alle unsere Fortbildungskonzepte und Unterrichtsmaterialien basieren auf einem weiten Inklusionsverständnis. Das heißt, dass über Behinderung hinaus weitere Diskriminierungsmerkmale (wie Geschlecht, Rassismus- oder Klassismuserfahrung) einbezogen und in ihrem Einfluss auf Teilhabe analysiert werden. Der Fokus liegt auf Fähigkeiten und wie diese lernendenzentriert genutzt werden können. Ziel von Inklusion ist nicht, alle in ihren Zugängen und Fähigkeiten anzugleichen, sondern durch differenzierte Angebote ein gemeinsames, selbstbestimmtes Lernen zu fördern.

Differenzierbarkeit

Um Inhalte inklusiv vermitteln zu können, müssen didaktische Stellschrauben identifiziert und individuell ausgerichtet werden. Diese Prozesse werden in der Förderpädagogik Differenzierung genannt.
Differenzierung kann auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen: organisatorisch, institutionell oder individuell. Alle Ebenen vereint das Ziel, dass die Umwelt an die jeweiligen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Personen angepasst wird und nicht umgekehrt. Unsere Unterrichtsmaterialien arbeiten beispielsweise auf der inneren Differenzierungsebene. Das bedeutet, dass individuelle Bedürfnisse beachtet und bei den Fähigkeiten der Lernenden angesetzt wird.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, umfassend zu differenzieren – unser Bildungsmaterial nutzt das Universal Design for Learning als Werkzeug.

Das Universal Design for Learning

Seinen Ursprung hat das Universal Design for Learning (kurz: UDL) in der Architektur. Mit dem Anspruch, Strukturen und Räume so zu konzipieren, dass möglichst alle partizipieren können, wurde in den 1980ern das Universal Design in den USA entwickelt. Das Leitziel des Ursprungsmodells wurde auf den Bildungsbereich übertragen. Ganz nach dem ursprünglichen Anspruch, physische Räume für alle zugänglich zu gestalten, strebt das didaktische Tool an, Lernräume so zu konzipieren, dass sie für alle zugänglich, erfahr- und begreifbar sind. Das Modell schärft den Blick für Barrieren in Lernumgebungen und hilft bei der Entwicklung von Alternativen in der Gestaltung von Lerninhalten, ohne dabei die Qualität und die Ansprüche an den Unterricht zu mindern.
Kurz: Ein gemeinsamer Raum, statt vieler exkludierender, kann das Lernen für alle verbessern. So kann das UDL einen wichtigen Beitrag zur Realisierung einer ganzheitlichen Bildung leisten.
Das Tool unterscheidet drei Grundprinzipien: Das Warum des Lernens, das Was des Lernens und das Wie des Lernens. Diese Prinzipien werden wiederum in die Phasen Zugang, Entwicklung und Verinnerlichung aufgeteilt. So können Inhalte einladend, für alle nutzbar und nützlich sein.

Sie interessieren sich dafür, wie eine praktische Umsetzung aussieht und wollen diese selbst erproben? Unsere Unterrichtsmaterialien sind mit umfangreichen Begleitmaterialien ausgestattet, die eine handlungssichere Anwendung garantiert. Zusätzlich bieten wir Fortbildungen zu diesem Thema an.

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Bild: Bei dem Bild handelt es sich um eine Illustration. Diese zeigt vier Jugendliche, die an einem Tisch gemeinsam arbeiten. 

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