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Von der Idee zur Gründung: Die Genese des BiV

Von der Idee zur Gründung: Die Genese des BiV

Donnerstag, Februar 13, 2025 Gründung Unternehmen

Ursprünglich war eine Rohfassung des Unterrichtsmaterial „LASST UNS...!" einmal Julikas Masterarbeit. Dann wurde es eine Gründungsidee. Heute ist aus der Idee ein Unternehmen geworden!

Von: Pauline Seuß

Ein aufgeregter Kaffee.

Eineinhalb Jahre ist es her, da ploppte eine Nachricht von Julika auf meinem Handy auf. Sie wisse ja nicht, was ich gerade so beruflich mache, aber sie habe jetzt die Zusage für das EXIST-Gründungsstipendium zur Gründung des Bildungsinstituts für inklusive Vielfalt. Im Anhang der Nachricht: Ein buntes Dokument mit der Skizze der Gründungsidee und der Bitte um Bewerbung.

Mich erreichte diese Nachricht an einem Punkt in meinem beruflichen Leben, an dem ich starke Zweifel an politischer Bildungsarbeit hatte. Ich fuhr als externe Bildungsreferentin an Schulen in ganz Sachsen, um mit Schüler*innen einen Projekttag zu Demokratiebildung und Rechtsextremismus-Prävention zu gestalten. Aber ich stellte mir mehr und mehr die Frage: Ist das zu wenig? Müsste Demokratiebildung nicht eigentlich jeden Tag stattfinden? Sollte antidiskriminierende Lehre nicht eher ein alltägliches Tool der Lehrer*innen darstellen?

Ein paar Wochen später saßen Julika und ich bei einem Bewerbungsgespräch in einem Café. Wir kannten uns nur von einem Interview, das ich einmal Monate zuvor mit ihr geführt hatte. Jetzt saßen wir da in umgedrehten Rollen und waren beide sehr aufgeregt: Julika erzählte mir von ihrer Idee, die aus ihrer Masterarbeit entstanden ist, und ich spann sofort weiter, dachte mich rein. Julika ließ mich nicht lange zappeln. Schon einen Tag später rief sie mich an: „Willst du mit mir das Bildungsinstitut für inklusive Vielfalt gründen?" Hier habe das erste mal „Ja!" zum BiV gesagt!

Das Gründungsjahr: 

Ab Februar 2024 folgte das erste Gründungsjahr. Es war vollgestopft mit ersten Malen. Wie geht das – ein Start-Up? Wir durchliefen kreative Prozesse, eine lange Evaluationsphase unseres ersten Bildungsmaterials und tolle Coachings, wie z.B. mit Katharina Debus, den Sozialheld*innen oder Dr. Heinz-Jürgen Voß... Die Idee wurde kritisiert, gelobt und schliff sich. Und wir uns mit ihr. 

Ab der Hälfte des Jahres kam dann Elena für den Bereich Social Media und Marketing dazu. Zum Glück! Wir konnten zusammen lachen, beflügeln, supporten, erleichtern, zusammenwachsen, auch sauer aufeinander sein, traurig, am Ende. Wir durchliefen die ersten Zerreißproben. Aber was uns zusammenhielt und nie am BiV zweifeln ließ, war, dass wir immer 100% hinter der Sinnhaftigkeit der Idee standen. Uns wurde ziemlich am Anfang mal rückgemeldet, dass wir ein Start-Up mit hoher ideeller Überzeugung sind. Letztlich war und ist das immer eine unserer Stärken: Wir haben in diesem ersten Jahr sehr oft „Ja!" zum BiV gesagt. Der Idealismus ist unser Motor geworden.

Die Gründung: 

Jetzt ist das BiV eine eingetragene Marke. Bald erscheint unser Bildungsmaterial „LASST UNS...!" und der Name ist irgendwie zum optimistischen und wehrhaften Programm geworden. Viele weitere Projekte stehen in den Startlöchern. Wir haben uns eine Anschlussfinanzierung für 2025 (SAB- und ESF-geförderte Technologiegründungsstipendium) gesichert.

Gefehlt hat, dass das BiV vom Projekt zum Unternehmen wird. Heute sind wir diesen Schritt gegangen und haben offiziell „Ja!" gesagt: Wir haben notariell beglaubigt gegründet. 

Cheers!

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