
Gästin im Podcast WAGNIS WISSEN
Ob Ableismus, Rassismus oder Queerfeindlichkeit – Diskriminierung hat viele Gesichter. Der Schulalltag spiegelt dabei oft wider, was die Gesellschaft prägt. Warum sind viele Lehrkräfte im Umgang mit diskriminierenden Verhaltensweisen so unsicher? Welche Rolle spielt das aktuelle politische Klima? Und was braucht es über den guten Willen hinaus, damit aus dem Klassenzimmer ein sicherer Ort für alle wird? Über viele dieser Themen war Pauline im Gäspräch in einer Podcast-Folge von „Wagnis Wissen“.
Ausgehend von der Frage Wie wird aus dem Klassenzimmer ein Ort für alle?, ging es in dieser Podcast-Folge zunächst natürlich um unser Fachbuch Diskriminierungssensible Bildung. Ein Werkzeugkoffer für die pädagogische Praxis. Die Frage, die sich viele Fachkräfte alltäglich stellen, ist wie eine vielfaltssensible Lehre in einer auf Ungleichheit beruhenden Gesellschaft funktionieren kann.
Und das zurecht!
Denn: Sind es nicht gerade Lernräume, in denen Ungleichheit und Wettbewerb von klein auf eine Rolle spielt? In denen Lehrkräfte eine Autorität darstellen (sollen), die sich nicht zwangsläufig hinterfragen muss? In denen Wissen transportiert wird, das keineswegs neutral, sondern geprägt von einer gesellschaftlichen Diskurshoheit ist?
Die Liste ließe sich ziemlich lang erweitern. Und es ist ein erster Schritt, wenn diese Fragen auftauchen! Fragen sind ein toller Weg zum Weitermachen, für die Lust am Lernen und der fortlaufenden Neugier.
Und Fragen sind die Grundlage von Diskriminierungssensibilisierung.
In der Podcast-Folge machen wir deshalb direkt eine Selbstreflexionsübung und alle Hörenden dürfen mitmachen, wenn sie wollen!
Schnell sind wir dann auch auf weitere, höchst aktuelle Diskurse gekommen. Denn Diskriminierungssensibilität ist eine Sache, aber wie kann man als Lehrkraft damit umgehen, wenn sich Jugendliche radikalisieren oder die Demokratie ablehnen?
Pauline war jahrelang als Workshopleiterin zum Thema Rechtsextremismusprävention an Schulen in Sachsen unterwegs. Dort hat sie hautnah mitbekommen, wie positiv konnotierte Vielfaltsbildung gegen Grenzen stößt, wenn sie es mit Rechtsextremismus zu tun hat.
Eins ist klar: Diskriminierungssensibilität ist nicht das Gleiche, wie Umgang mit Rechtsextremismus und die Umgangsweisen müssen sich unterscheiden. Wir finden es wichtig, diese Unterscheidungen für sich klar zu haben und widmen dem Thema in unserem Buch ein ganzes Kapitel.
Lest deshalb dringend mal rein oder hört in der Folge Wie wird aus dem Klassenzimmer ein Ort für alle? von WAGNIS WISSEN.
Viel Spaß!
